Vom Kreislauf der Gier und der Ausbeutung der Höhlen der Erde

Erdgas

Die Zerstörung Heiligen Bodens

Du befiehlst mir, die Erde zu pflügen.
Soll ich ein Messer nehmen
und den Busen meiner Mutter zerschneiden?
Du befiehlst mir, nach Steinen zu graben.
Soll ich unter ihrer Haut
nach den Knochen graben?
Du befiehlst mir Gras zu schneiden,
Heu zu machen, es zu verkaufen
und reich wie der Weiße Mann zu werden.
Aber kann ich es wagen,
die Haare meiner Mutter abzuschneiden?
Smohalla (Wanagum)

Mit dem konsumorientierten Lebensstil unserer Gesellschaft gieren wir unerbittlich nach mehr. Der Bedarf an Rohstoffen steigt beinahe in jedem Bereich. Vor allem die aktuelle Situation und die Fragen rund um die Energieversorgung machen den enormen Bedarf an Rohstoffen deutlich.
Jede Verknappung oder die Befriedigung einer größeren Nachfrage verspricht mehr an Geld und Reichtum. Immer komplexere und umweltschädlicher Technologien für die Beschaffung von Rohstoffen, wie Metall, Öl und Gas werden dadurch möglich.

Der Kreislauf der Gier beginnt.

Schritt 1:
Der verfügbare Rohstoff wird mit den vorhandenen Technologien abgebaut. Die Erde wird beraubt. Weniger verfügbare oder gebundene Rohstoffe werden nicht verwendet. Komplexere Verfahren für die Verfügbarmachung sind zu teuer und wirtschaftlich (noch) unrentabel.

Schritt 2:
Ist der durch vorhandene Technologien verfügbar gemachte Rohstoff verbraucht oder durch äußere Rahmenbedingungen wie beispielsweise Kriege verknappt, kann die Nachfrage nicht weiter befriedigt werden und der Preis des knapper werdenden Rohstoffes steigt dadurch.

Schritt 3:
Eine neue aufwändigere meist umweltschädliche Technologie wird dadurch rentabel und schamlos zur Steigerung des Profits eingesetzt. Der Kreislauf beginnt von vorne, auf Kosten der Erde und uns allen.

Die Erde gehört uns nicht allein.
Sie gehörte unseren Vätern
und soll auch unseren Kindern gehören.
Sitting Bull, Sioux

Kreislauf der Gier am Beispiel Erdgas:

Unter „Konventionellem Erdgas“ gestehen wir Erdgas, das im Wesentlichen aus unterirdischen Lagerstätten stammt und durch ein Bohrloch abgepumpt und aufbereitet wird.

Der zweite Durchgang des Kreislaufes der Gier macht auch sogenanntes „Unkonventionelles Erdgas“ oder „Schiefergas“ verfügbar. Dabei wird ein Verfahren eingesetzt, dass sich Hydraulic Fracturing“ oder kurz „Fracking“ nennt. Nicht jede Lagerstätte kann nämlich so leicht ausgepumpt werden. Manchmal verhindern undurchlässige Gesteinsschichten die leichte Verfügbarkeit.

Unter hohem Druck wird dann das sogenannte Frackfluid, meist eine Mischung aus Wasser, Quarzsand und chemischen Zusätzen in das Gestein gepumpt. Der Sand bildet Risse im Gestein, die Chemikalien halten sie offen. Damit wird die Durchlässigkeit der Gesteinsschichten erhöht und Erdöl oder Erdgas wird verfügbar.

Umweltschäden entstehen vor allem durch die Verschmutzung des Grundwassers oder des Oberflächenwassers und der Böden durch die chemischen Zusätze im Fracfluid.

Kreislauf der Gier am Beispiel Gold:

Die nahezu nostalgische anmutende Technologie des Goldschürfens basiert auf der physikalischen Eigenschaft des Gewichtes. Das leichte Gestein kann dadurch mittels Waschen einfach vom schwereren Gold getrennt werden. Diese Technik wurde um 1850 vor allem während der Zeit des „Goldrausches“ eingesetzt.

Kleine feine Partikel können allerdings mechanisch nur mehr schwer von Gestein getrennt werden. Dabei ist eine andere teurere Technologie hilfreich. Quecksilber beispielsweise bindet feinste Goldpartikel an sich und durch das spätere Erhitzen verdunstet das Quecksilber und zurück bleibt das schwere Gold. Viele kleinere Goldminen vor allem im asiatischen, südamerikanischen und afrikanischen Raum verwenden dieses Verfahren und lassen dabei Quecksilber einfach ungefiltert in die Atmosphäre verdunsten. Die giftige Wirkung dieses Stoffes ist hinreichend bekannt.

Zum industriellen Standard gehört heute das sogenannte „Leaching“ Verfahren. Dabei wird hochgiftiges Cyanid verwendet, um Gold aus Gestein herauszulösen. Nur ein paar Milliliter sind tödlich für einen Menschen. Für dieses Verfahren werden oft Millionen Liter unter freiem Himmel eingesetzt. Unfälle verseuchen ganze Landstriche und führen zu schweren Umweltschäden.

 

Ich bete dafür, dass wir den viel gelobten und gescheiterten Wachstumszwang der Wirtschaft in unseren Köpfen als falsches Denken erkennen und aus dieser schmerzvollen Erfahrung wichtige Lehren ziehen.

Ich bete dafür, dass die neuen zerstörerischen Methoden als alte Werkzeuge in die Museen wandern, wo sie den Menschen dazu dienen, sich über falsche Wege aus der Vergangenheit zu wundern.

Ich bete dafür, dass wir unsere Herzen wieder öffnen, den Schmerz ertragen können, den wir selbst verursacht haben und die Liebe hinter dem Schmerz wieder spüren, die uns dazu führt, das Heilige im Boden, und in allen Elementen wieder zu entdecken.

Ich bete dafür, dass wir beginnen mehr und mehr zu spüren, dass wir selbst jene Erde sind, die uns formt, uns trägt und uns nährt.

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